Multivision e.V.

Jugendarbeit und Gewaltprävention.


SchülerInnen-Mediation

 

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Regeln für ein Klärungsgespräch

  • Klarer zeitlicher Rahmen
  • Bereitschaft von beiden, die Situation zu klären
  • Bereitschaft zum Zuhören und Ausreden lassen
  • Leitung akzeptieren und bis zu Ende dableiben
  • Vertraulichkeit, alles Gesagte bleibt im Raum
  • Neutralität des/r Mediators/in, niemand wird verurteilt
  • Respektvolle Sprache ohne Beleidigungen/Beschimpfungen


Phasen der Mediation mit Gewaltfreier Kommunikation

1. Einleitung

1.1 Gute Atmosphäre schaffen (ungestörter Raum, passende Sitzordnung, freundliche Begrüßung)

1.2 Gegenseitige Vorstellung

1.3 Regeln und Ablauf erklären, Einverständnis einholen

2. Sichtweisen der einzelnen Konfliktparteien

2.1 Sachverhalt von beiden Seiten darstellen lassen

2.2 Sicherstellen, dass beide wirklich einander verstanden haben
"Kannst du noch mal sagen, was bei dir angekommen ist, ich möchte sicher sein, dass du A richtig verstanden hast"

2.3 MediatorIn fasst ggf. zusammen
"Ich habe herausgehört, dass…. Habe ich das richtig verstanden?"

3. Welche Gefühle sind in dem Konflikt entstanden?

3.1 MediatorIn fühlt sich beim Zuhören ein und vermutet Gefühle
"Kann es sein, dass du da sehr erschrocken warst?"
"Du wirkst auf mich sehr wütend. Bist du immer noch sauer, wenn du dran denkst, was sich abgespielt hat?

3.2 MediatorIn lässt ggf. A wiederholen, welche Gefühle B mitgeteilt hat, um sicherzugehen, dass die Gefühle bei A richtig angekommen sind.
"Kannst du noch mal sagen, welche Gefühle du jetzt vom anderen gehört hast?"

3.3 MediatorIn lädt beide Parteien dazu ein, sich in den jeweils anderen hineinzuversetzen und seine/ihre Gefühle nachzuvollziehen
"Würde es dir an seiner Stelle vielleicht ähnlich gehen?
"Kannst du dich in sie hineinversetzen, und wärst du dann auch traurig?"


4. Welche Bedürfnisse bilden den Hintergrund des Konflikts

4.1. MediatorIn vermutet Bedürfnisse und spricht diese an
"Ging es dir in dem Moment hauptsächlich um Respekt?"
"Dir ist Sicherheit sehr wichtig und das war grad nicht erfüllt?"

4.2 MediatorIn spricht an, wenn es bei beiden um ähnliche Bedürfnisse geht
"Sehe ich das richtig, dass für euch beide Vertrauen und Freundschaft sehr wichtig sind?"

4.3 MediatorIn unterstütz beide Seiten, die Wichtigkeit der eigenen Bedürfnisse und der des jeweils anderen zu realisieren
"Kommt das bei dir an, wie wichtig ihr Respekt in dieser Situation ist?
"Merkst du, wie sehr es dir um Sicherheit geht?"


5. Erarbeiten einer Lösung/Vereinbarung

5.1 MediatorIn lädt beide Seiten ein, über eine konstruktive Lösung, am besten win/win, nachzudenken
"Habt ihr eine Idee, wie ihr so in Zukunft damit umgehen wollt, dass sich für beide was verbessert?"

5.2 MediatorIn unterstützt durch Zusammenfassen, Strukturieren, evtl. Vorschläge notieren, überlässt dabei die inhaltliche Lösungsarbeit den Medianten

5.3 Vereinbarung ggf. schriftlich formulieren, vorlesen, unterschreiben lassen. Evtl. neuen Termin vereinbaren, um noch mal draufzuschauen, wie es in der Zwischenzeit gelaufen ist und ob es weitere Klärungsgespräche braucht.


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