Unser Ansatz in der Klärung von Konflikten orientiert an folgenden Leitfragen:
Warum verlaufen viele Konflikte so, dass sie in verbale oder körperliche Gewalt münden? Wie kann ein konstruktiver und geschlechtsbewusster Umgang mit Konflikten und Gewalt in der Arbeit mit Jugendlichen, mit Mädchen und Jungen, aussehen?
Konflikte können eine Einladung sein, in einen produktiven Prozess einzutreten, mit dem Ziel, mehr über sich selbst und mehr über die Beziehung zum(r) Konfliktpartner(in) zu erfahren. In unseren Trainings arbeiten wir an der körperlichen, geistigen und emotionalen Grundlage für eine gewaltfreie Konfliktlösung. Theoretische Vermittlung friedenschaffender Kommunikation, praktische Übungen und Rollenspiele wechseln einander ab. Unser Ziel ist es, die Ursachen von Gewalt besser zu verstehen, das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern und das Bewusstsein für die eigenen und die Bedürfnisse anderer zu schärfen.
Schwerpunkte der Arbeit sind:
- Innere Stärke & Selbstwert stärken
- Grenzen setzen & Selbstbehauptung
- Deeskalation
- Umgang mit Aggressivem Verhalten & Mobbing
- Geschlechtsbewusster Umgang mit Konflikt und Gewalt
- Streitschlichtung
- Gewaltfreie Kommunikation (nach M. Rosenberg)
Mediation
In der Mediation geht es darum, Streitende durch eine bestimmte Form der Vermittlung dabei zu unterstützen, ihren Konflikt gewaltfrei und zum Wohle beider Parteien (oder des ganzen Teams) zu lösen.
Mediation geht davon aus, dass es bei einem Konflikt keine Schuldigen gibt, sondern Menschen, die aus guten Gründen gehandelt haben und deren Handlungen Versuche waren, sich Bedürfnisse zu erfüllen.
Der Mediator moderiert dabei den Prozess des sich gegenseitig Zuhörens, des Eintauchens in die Welt des anderen und des Verstehens seiner Hintergründe. „Allparteilichkeit“ und das Abkommen, die Inhalte der Mediation vertraulich zu behandeln sind dabei wichtige Grundvereinbarungen.
Ist der Konflikt soweit erhellt, dass die streitenden Parteien das Verhalten und die Bedürfnisse des jeweils anderen tiefgehend verstanden haben und sich sicher sind, dass ihre eigenen Motive vom anderen verstanden wurden, gibt die Mediatorin Unterstützung beim Erarbeiten einer Lösungsstrategie, bei der alle Gewinner sind.
An immer mehr Schulen existieren heute StreitschlichterInnen-Gruppen, die darin ausgebildet sind, Konflikte nach dem gleichen Modell zu mediieren, das auch in der Erwachsenenwelt angewendet wird. SchülerInnen-Mediation.

